Punti hat es mal wieder geschafft: sein total entladener Kindle verlangte nach Reanimation. Nachdem Punti den Kindle (jenen kleinen, denen es zwischenzeitlich bereits für 79€ gibt) einige Tage achtlos auf dem Nachttisch liegengelassen hatte, entströmte ihm der Lebenssaft – oder anders gesagt: sein Kindle entstromte und zeigte gestern früh auf dem Display ein Potzblitzdonnerwetter an. Heisst: einen Blitz nebst leerer Batterie.
Prinzipiell ist das Laden des Akkus beim Kindle nun kein Problem; wir laden ihn regulär via des beim Kauf dargebotenem USB-Kabels am Computer auf; aber als wir Kindle und PC gestern mittels des USB-Kabels verbanden, passierte gar nichts. Gut, die kleine orangefarbene LED-Leuchte an der Unterseite des eReaders leuchtete auf, aber das wars dann auch schon. Der Computer reagierte nicht auf die USB-Verbindung und der Kindle wollte auch nicht seine ladetypische „Gerät wird geladen… zum Lesen bitte auswerfen… blabla“-Meldung absondern. Kurzum: Ladehemmung.
Es gibt nun Leute, denen angesichts von „Kindle Akku lädt nicht“ bereits der pure Angstschweiss auf der Stirn steht…. "Ohjeohjeh, der Akku lädt nicht: ist der Akku kaputt? Der Akku ist bestimmt kaputt! Argh, was mach ich denn jetzt nur? Jetzt muss ich mir einen neuen Kindle kaufen. Oder nicht? Ist da noch Garantie darauf? Natürlich nicht, grad gestern abgelaufen: das machen die doch absichtlich…. Aaaaaaah!"
Aber ich gehöre da nun eher zu den Leuten, die denken: That`s life; shit happens. Wenn der Akku kaputt ist, können auch zig hysterische Angstanfälle daran nichts ändern. Aber vor Allem bin ich definitiv eine der Personen, die an vermeintlich kaputten Dingen gerne herumexperimentieren, weil: wenn es doch wohl eh schon kaputt ist, kann ich es ja nicht mehr kaputtmachen. Und wie zeigte es mir mein Bruder mal so schön, als damals daheim der Computer muckte: „Einfach mal zärtlich streicheln!“ und er den Rechner mit einem kräftigen Tritt wieder in die Spur rückte…
Gestern vormittag sass ich also mit Puntis widerspenstigem Kindle am Schreibtisch und versuchte mich in Kindle-Akku-Wiederbelebung. Nein, ich habe ihn nicht getreten (dazu ist er doch auch zu klein und zu schmal), aber ich habe ihn auch nicht wirklich zärtlich gestreichelt, sondern doch schon auf verschiedene Weisen gepiesackt und natürlich vonwegen Akku kaputt! Selbstverständlich habe ich das Kindlechen samt Akku wieder zurück ins elektrisierende Leben geholt!
Allerdings habe ich diverse Techniken ausprobieren müssen, bis sich letztlich der Erfolg einstellte.